Stauden sind nicht Sträucher
Staude ist eine botanischer Fachausdruck für krautige, ausdauernde Pflanzen. Nicht für verholzte Sträucher. Zu den Stauden zählen, Polster- und Steingartenpflanzen, Blüten- und Beetstauden, Pracht- und Solitärstauden, Gräser, Farne, mehrjährige Blumezwiebeln, Wassserpflanzen. Es gibt sie für sonnige, halbschattige und schattige Standorte und Bereiche. Und für die unterschiedlichsten Bodenbedingungen.
Kann ich alte Obstbäume noch umpflanzen?
Das hängt davon ab wie lange der Baum schon am Standort wächst, wie Dick ist der Stamm. Beim Umpflanzen sollte der Baum in der Vegetationsruhe sein, also Spätherbst oder Spätwinter, Vorfrühling. Das Verhältnis Kronenmasse (Blattmasse) zu Wurzelmasse muß immer stimmen, je weniger Wurzeln am Baum bleiben desto mehr von derKrone muß ich abschneiden.
Wie entsteht ein Kugelbaum?
Über Kronenveredlungen an Bäumen können verschiedene Baumkronenformen entwickelt werden. Auf eine normale Baumart wird die spezielle Wuchsform einer Art ( Kugelform, Hängeform, besondere Blütenfarbe, Blattfarbe, ?) aufgepfropft. Meist werden mehrere Reiser eingesetzt. Solche Bäume haben dann keinen durchgehenden Leittrieb und können nicht höher aufgeastet werden. Somit kann keine ausreichendes und notwendiges Straßen Hohl-Raumprofil hergestellt werden und dadurch sind sie für Bereiche neben Straßen ungeeignet.
Wie und wann gieße ich richtig?
Unterscheiden zwischen Alten und frischgepflanzten, Rasen und Gehölze, Laub u. Nadeln. Am Morgen in aller Früh, Nicht zu Mittag, Abends nicht zu spät. Besser 2 x pro Woche kräftig als täglich ein bißchen. Ausnahme: Frisch gepflanzte oder frische Einsaat am besten 5-10 täglich. Diese sollten bis zum Anwachsen oder bis zur Keimung immer gut feucht haben!
Ab wann soll ich Balkonblumen Düngen?
Wenn gute Pflanzerde verwendet wird, kann mit dem Düngen nach dem Einpflanzen noch 2-4 Wochen zugewartet werden. Dann sollte spätestens mit Langzeitdünger ordentlich gedüngt werden. Damit spare ich die Flüssigdüngung ein. Direkt nach dem Einpflanzen ist auf jeden Fall die Flüssigdüngung noch 2 Wochen auszusetzen, damit die Pflanze nicht zu verwöhnt wird. Blütendünger frühestens ab Mitte Juli verwenden! Hier besteht die Gefahr bei zu früher und intensiver Anwendung, daß Pflanzen nicht mehr weiterwachsen!
Weniger Jäten, wie?
Grunsätzliches zum Unkraut im Garten; Die allermeisten Samen benötigen zur Keimung Wasser, Wärme und Licht. Habe ich also offene Böden, so erhalten die Samen Licht und Keimen. Beim Jäten werden vielfach auch wieder Erdkrümmel mit integrierten Samen an die Oberfläche befördert. Aus den Krümmeln keimen wieder Pflanzen. Nur durch ständiges Verdunkeln von Böden durch dichten Bewuchs oder Mulchen mit feinem Material kann ich das Licht sozusagen abschalten und eine Keimung verhindern.
Welche Winterschutzmaßnahmen bei Pflanzen empfiehlst Du?
Das ist nur ein Thema bei empfindlichen Pflanzenarten und jungen immergrünen Pflanzen. Junge Eiben, Bux, Ilex, Efeu, die sollten gegen die agressive Wintersonne schattiert werden. Dazu am besten einige Fichtenäste rundumstellen und zusammenbinden. Empfindliche Pflanzen wie Rosen, können mit einer Schicht Laub oder Rindenmulch um die Veredlungsstelle zugedeckt werden. Das Laub kann auch hier mit Fichtenäste beschwert werden. Pflanzen, die im Winter im Topf bleiben, zum Beispiel: junge Bambus, Rosen, jap. Ahorn, usw.. Hier sollte der Topf mit einer Noppenfolie eingepackt werden, hier ist die Kälte im Wurzelbereich das Problem. Gefäße aus Metall sollten überhaupt vor der Pflanzung im Gefäß mit einer Roffmate Lage zwischen Topfwand und Erde isoliert werden. Heuer gepflanzte Bäume sollen mit einer Baumbandage am Stamm gegen Frostrißbildung geschützt werden. Das ist die ersten Jahre bei jedem Baum unbedingt empfehlenswert.
Wie Pelargonien überwintern?
Pelargonien, besser unter der Bezeichnungs Geranien bekannt, lassen sich problemlos überwintern. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten. Die Pflanzen vor kräftigem Frost in einen frostfreien, kühlen und dunklen Raum räumen. Z.B. Keller / Dachboden / Garage, dort nicht mehr gießen. Wenn die Blätter eingezogen sind, diese entfernen. Je nach Raumtemperatur, Anfang Feber bis März die Pflanzen auf die Hälfte bis auf 1/3 zurückschneiden. Aus den Gefäßen nehmen und mit frischer Erde wieder einpflanzen, ganz, ganz wenig gießen! Sobald Triebe austreiben ans Licht stellen. Der Raum kann ruhig kühl sein. Weiterhin sehr sparsam gießen, am besten erst wenn die Blätter einen leicht welken Eindruck machen, und wie gesagt, dann auch nur wenig. Man muss bedenken, die Pflanze hat ja fast keine Blattmasse, womit soll sie das Wasser den Verdunsten, noch dazu wenn der Raum kühl ist. Warme Kultur ist nicht unbedingt nötig, nur wenn die Pflanzen zuwenig wachsen, wärmer stellen bis zu Zimmertemperatur, aber dann auch viel Lüften! Vor allem dann 2 Wochen vor dem ins Freie bringen, jetzt sollten die Pflanzen viel frische Luft erhalten und abgehärtet werden. Anfang Mai dann ev. auch nachts (nicht bei Frost!). Die zweite Variante ist, vor Frost die Pflanzen um die Hälfte bis auf 1/3 zurückschneiden. In einem hellen und kühlen Raum weiterkultivieren, mit sehr, sehr wenig Wasser! Eventuell im Feber nochmals zurückschneiden, die Pflanze wächst ja dann immer noch 2 Monate bis sie ins Frei kommt, und mit guter Blumenerde das Gefäße auffüllen. Abhärten muss man auch diese! Bei beiden Varianten gilt Anfang April mit einem Langzeitdünger die Nährstoffversorgung sicher zu stellen.
Bambushecke zwecks Sichtschutz (Höhe ca. 4m) über eine Länge von 20m. Wie tolerant sind sie gegenüber Frost. Welche und wieviele Bambuspflanzen würde ich benötigen?
Eine Bambushecke kann ca. bis Prutz/Ried gepflanzt werden. Unser Sorten sind bis ca. 24 Grad Minus frostfest. Ein Problem stellt nur die recht kräftige Vorfrühlingssonne mit flachem Eintrahlwinkel und tiefen Minustemperaturen dar. Dazu muss den 1. + 2. Winter ein Winterschutz angebracht werden. Für Bambus mit dieser Wuchshöhe gibt es noch keine Sorten, die nicht kräftig ausufern. Eine Wurzelsperre ist deshalb für die Hecke Links und Rechts nötig. Bei einseitig vorhandener Mauer, nur einseitige Wurzelsperre. Je nachdem wie rasch der Sichtschutz sich entwicklen soll empfehlen wir pro 1 m bis 1,5 m eine Pflanze. Überlegen Sie auch, ob auf die gesamten 20 Meter diese Endhöhe nötig ist, oder ob ein partieller Sichtschutz in der Höhe genügen würde.
Können giftige Pflanzenteile auf den Kompost gegeben werden?
Naturgifte, die in den Pflanzen vorhanden sind, werden beim Verrotten auf dem Komposthaufen schnell von Mikroorganismen abgebaut, selbst halb verotteter Kompost oder frische Pflanzenteile können die Gifte nicht an andere Pflanzen weitergeben.
Winterschutz bei Bäumen und Sträuchern
Besonders in schneereichen Gebieten sollen Sträucher ein Stützgerüst bekommen und zusammengebunden werden. Immergrüne Pflanzen sollten zusätzlich vor der starken Wintersonne geschützt werden z.B. mit Fichtenästen, Jutensäcken, Winterschutzvlies usw. Stämme von jüngeren Bäumen sollten unbedingt bandagiert werden.
Der Grünprofi. Das Grünland. Baumschule und Landschaftsgärtnerei. A-6511 Zams, Magdalenaweg 22. Fon +43 (0) 5442-64064. Fax 64064-6. eMail: info (at) gruenprofi.at

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