Quercus robur – Stieleiche (Fagaceae)

 

Quercus robur

Die Stieleiche stammt aus Europa bis Westasien, wird 500- 800 Jahre alt und kommt in Laub- und Mischwäldern vor (bei uns selten). Der Baum wird bis zu 30m hoch, die Krone wächst unregelmäßig und breit ausladend. Die Äste sind knorrig, die Rinde tief rissig und die Blätter sind rundlich gelappt, ober seitig tief grün, unter seits blaugrün mit einer wunderschönen gelbbraunen Herbstfarbe. Die Eiche blüht nur alle 5-7 Jahre im Mai, trägt 2-3cm große Eichelfrüchte an langen Stielen. Der Boden sollte tiefgründig, nahrhaft, kalkhaltig und ein sandig- steiniger Lehm- oder Tonboden sein. Die Eiche verträgt auch Überschwemmungen oder ständige Feuchtigkeit, jedoch keine andauernde Trockenheit. Verwendet werden kann sie als Alleebaum, Parkbaum, Windschutz Gehölz und besonders als Solitär Gehölz. Die Eichen haben auch eine Bedeutung in der Industrie zB. bei der Gewinnung von Gerbstoffen und als Bauholz Lieferant für den Schiffsbau. In alten Zeiten waren die Eichen dem griechischen Thor (Gott des Donners) geweiht. Daher glaubte man, daß eine Eiche nie vom Blitz getroffen werden kann. Und um das Haus zu schützen, baute man die Türen und Fensterläden aus Eichenholz mit ein geschnitzten Eicheln. Die säulenförmig wachsende Quercus robur Fastigiata eignet sich sehr gut für eingeengte Platzverhältnisse. Ausgewachsen erreicht die Säuleneiche eine Pyramide mit fast 20m Höhe und einer Breite von 5 Meter.

 

 

Robinia pseudoacacia „Umbraculifera“ Echte Kugelakazie (Leguminosae)

 

 

Robinia pseudoacacia "Umbraculifera"

Herkunft: 1813 in Österreich gefunden

Die Kugelakazie hat eine dichte kugelrunde, feintriebige Krone, die ca. 5cm breit und 5m hoch wird. Sie hat einen langsamen Wuchs und ist auch ungeschnitten kugelrund. Die Triebe sind ohne Stacheln. Die Blätter, klein, hellgrün, sommergrün gefiedert. Die Kugelakazie blüht nicht. Sie braucht einen hellen vollsonnigen Standort, liebt frische, saure, nährstoffreiche, tiefgründige, lockere sandige, Kies oder Lehmböden und ist auch kalk verträglich. Verwendet wird die Kugelakazie in Tal und Höhenlagen bis 900m, im städt. Straßenraum ,für Kübel und Container, in Fußgängerzonen, Allee -und Straßenbaum. Wie schon erwähnt ist kein Schnitt erforderlich. Es wird nur nach Bedarf geschnitten. Ein radikaler Rückschnitt ist möglich

 

Rhododendron Hypride Persil - Azalee ( Ericaceae )

Rhododendron Hypride Persil

Japanische Azaleen sind langsam wachsende, winterharte, halbimmergrüne Rhododendron Hypriden. Es gibt auch Sorten die ihr Laub im Winter verlieren, wie die Azalee Persil. Ihre Blüten sind reinweiß und schmücken sich mit einem auffallenden gelben Auge in der Mitte. Sie erscheinen Ende Mai bis Anfang Juni beim Laubaustrieb. Sie wächst strauchartig und erreicht in 15 Jahren eine Höhe von 150cm und Breite ca 140cm. Sie liebt einen halbschattigen Standort und einen sauren (torfhaltigen) Boden. Verwendet wird sie als Einzelpflanze oder in der Gruppe.

Sambucus nigra Schwarzer Holunder (Caprifoliaceae)

Sambucus nigra

Ein Großstrauch der bis zu 7m groß wird und in Europa und Westasien beheimatet ist. Holunder sollte in keinem größeren Garten fehlen. Er liebt einen sonnigen Standort und stellt keine Ansprüche an den Boden. Gelblich, weiße, tellerförmige 10-15 cm große Blüten am mehrjährigen Holz im Juni- Juli, werden sehr gerne für Säfte und gebackene Holunderblüten verwendet. Bis zum Herbst bilden sich aus den Blüten schwarze Beeren die nur gekocht essbar sind. Holunderbeeren enthalten sehr viel Vitamin –C und helfen sehr gut bei Husten und Erkältungskrankheiten. Panflöten werden auch heute noch aus Holunderholz hergestellt. Der Sage nach soll eine Baumnymphe, die Holundermutter, im Holunderbusch wohnen und jeden verwünschen der ihn fällt. Im frühen Jahrhundert durfte der Holunderbusch an keinem Bauernhaus fehlen, wenn er mutwillig beschädigt wurde galt das als persönliche Beleidigung.

 

 

Skimmia japonica – Skimmie Rautengewächs( Rutaceae)

 

Skimmia japonica

Skimmien sind im Herbst für eine Überraschung gut. Denn dann schmückt sich der kleine Strauch mit leuchtend roten Beeren - wenn man ein bisschen Glück hat.  Von Natur aus sind die Skimmien eigentlich altbekannte Gartenpflanzen. Sie sind nicht alle überall ganz winterhart. In Gegenden aber mit dem sogenannten Weinbauklima, in milden Gebieten also, sieht man sie im Herbst häufig mit ihren hübschen roten Früchten.  Von der verwandtschaftlichen Beziehung her gehört die Skimmie aber zu den Apfelsinenbäumchen, den Rautengewächsen. Den Namen Skimmie übrigens hat die Pflanze aus ihrer ostasiatischen Heimat mitgebracht. Junge Skimmien, die noch nicht allzu hoch sind, können Sie auch gut in Balkonkästen pflanzen. Wenn es kein allzu harter Winter wird, bleiben sie das ganze Jahr über draußen. Mit ihren lorbeerartigen, immergrünen Blättern sehen sie im Schnee besonders hübsch aus. Von den vielen Arten wird eine, die Skimmia japonica, auch als Topfpflanze kultiviert. Aber sie ist im Zimmer kein ganz einfacher Mitbewohner. Skimmien brauchen einen hellen, luftigen Platz, vertragen aber keine Südsonne. Im Winter sollen sie kühl, nicht über 10 Grad Celsius stehen. Umgepflanzt wird bei Bedarf. Skimmien brauchen saure Erde: Azaleenerde oder Torfkultursubstrat. Sie blühen von März bis April, erst etwas rötlicher, später weißblühend. Alle die vielen Sonderwünsche, die eine Skimmie hat, ließen sich ja noch erfüllen. Wenn nur nicht dieses Problem mit der Befruchtung wäre... Denn dummerweise gibt es von dieser Pflanze männliche und weibliche Gewächse. Eine allein bekommt zwar im Frühjahr schöne weiße Blütenrispen. Ist aber kein Partner in der Nähe, dann werden Sie auf die roten Beeren wohl vergeblich warten.

 

Spiraea bumalda Anthony Waterer Spiere ( Rosaceae)

 

Spiraea bumalda Anthony Waterer

Häufig in Parkanlagen zu findender, rötlicher Sommerblüher. Dieser schwachwüchsige Kleinstrauch eignet sich gut für pflegeleichte Rabatten und niedrige Hecken. Diese Spiere ist gut schnittverträglich und blüht am einjährigen Holz. Es ist ein langsam wachsender, horstartiger, dicht verzweigter Kleinstrauch, 0.6 - 0.8 m hoch. Flache, rötliche Schirmrispen erscheinen als Blüte in großer Zahl von Juli bis September. Er gedeiht auf allen kultivierten Gartenböden, in sonnigen bis halbschattigen Standorten. Er ist gut schnittverträglich und durch seine relativ späte Blütezeit und seiner Robustheit ist dieser Kleinstrauch gut einsetzbar von Parkanlagen bis zum Kleingarten.

 

Spiraea japonica little Princess - Rosa Zwergspiere ( Rosaceae )

Spiraea japonica little Princess

Die bekannteste Sorte der japanischen Spieren ist wohl diese dunkelrosa und langblühendes Kleingehölz mit dichten Trieben und niedrigem, rundlichem Wuchs. Höhe ca. 50cm, Breite bis zu 1 m. Ein wertvoller Sommerblüher mit dunkelrosa Dolden. Blüht von Juni bis September und stellt an den Standort keine besonderen Ansprüche, gedeiht auf jedem kultivierten Gartenboden. Bevorzugt gut wasserversorgte Substrate, ist aber ausgesprochen hitze- und trockenverträglich . Geeignet um höhere Gehölzpflanzungen abzustufen, als Einzel- oder Gruppenpflanzen und auch ein für größere Flächen ein beliebter Bodendecker. Aufgrund der hohen Anpassungsfähigkeit und Genügsamkeit eine geeignete Pflanze für Trog- und Dachbepflanzung. Um den Strauch kompakt und dicht zu halten empfiehlt es sich im zeitigen Frühjahr die Zweige ungefähr eine Handbreite über dem Boden abzuschneiden. Der neue, kräftige Austrieb bildet wieder aufrechte, dichtstehende Triebe und blüht zuverlässig.

Symphoricarpus chenaultii „Hancock“ Hancock - Schneebeere (Caprifoliaceae)

Symphoricarpus chenaultii "Hancock"

Herkunft: Kanada 1950

Die Schneebeere wird ca. 30-80 cm hoch, wächst sehr schnell und ist mehr breit als hoch. Die Zweige liegen auf dem Boden und bewurzeln dort. Die Blätter sind eiförmig, 1-2 cm lang, oben dunkelgrün und unten blaugrün, sie sind behaart und sommergrün. Sie blüht im Juni - Juli in rosa Ähren ( Bienenfutter ) und entwickelt im Herbst rote Beeren, die für den Menschen ungenießbar sind. Vögel hingen, lieben diese Beeren. Stellt an den Boden keine Ansprüche, kann in voller Sonne bis Schatten gepflanzt werden. Wird sehr gerne als Bodendecker für Böschungen, öffentliche Anlagen, Verkehrsinseln, Parks, Gärten, Gruppengehölz und zur Unterpflanzung verwendet. Die Schneebeere ist sehr schnittverträglich braucht aber nur bei Bedarf geschnitten werden.

 

Syringa vulgaris Hypride „Primrose“ Edelflieder (Oleaceae)

 

 

Syringa vulgaris Hybride "Primrose"

Herkunft: Züchtungen aus Deutschland, Frankreich, USA, Holland

Die Züchtungen von Edelflieder, begannen in Europa um 1870 durch LEMOINE aus Frankreich. Sie wurden in den USA und Holland nach 1918 fortgesetzt. Von 900 Züchtungen haben sich nach jahrelangen Sichtungsprüfungen einige als sehr wertvoll gezeigt. Der veredelte Flieder wird je nach Sorte bis ca. 5m hoch. Die Zweige haben eine hellgraue Rinde, mit sommergrünen, eiförmig zugespitzten, frischgrünen Blättern. Die Blütezeit ist von April bis Mai am mehrjährigen Holz, in den verschiedensten Farben wie z.B. weiß, lila, violett und die Sorte „ PRIMROSE „ mit einer für Flieder ungewöhnlichen Farbe, GELB!Gefüllte Sorten sind bei Fliederfreunden sehr beliebt. Der veredelte Flieder ist anspruchslos, liebt nahrhaften auch schweren sauren bis alkalischen Gartenboden(kalk liebend). In Tal und Höhenlagen bis 800m winterhart. Er bevorzugt einen vollsonnigen Standort. Bei der Pflanzung ist unbedingt darauf zu achten, dass er 15-30cm tiefer gepflanzt wird als die Veredelung. Veredelte Flieder sollten sich im laufe der Jahre selbst bewurzeln. ACHTUNG, auf wilde Stockausschläge, sie müssen im Herbst entfernt werden. Nach der Blüte sofort die Blütenstände ausbrechen oder auch den Jahrestrieb je nach Wuchslänge(50%) zurückschneiden. Der neue Trieb bringt die Blütenknospen für das nächste Jahr. Eine Langzeitdüngergabe im Februar, März je nach Größe des Strauches ist empfehlenswert.

 

Syringa reflexa Bogenflieder (Oleaceae)

Syringa reflexa

Herkunft: 1910 in Mittelamerika entdeckt.

Bogenflieder ist ein bis zu 3m hoher , sommergrüner Strauch. Die Rinde der Zweige ist grau, die Blätter sind dunkelgrün und bis zu 15 cm lang und unten graugrün. Der Strauch ist sommergrün. Die Blüten sind 10-16 cm lang, walzenförmig. Die überhängenden Blütenrispen geben ihm seinen Namen „Bogenflieder“. Die Blüten sind außen weinrot bis dunkelrosa, innen fast weiß und blühen am mehrjährigen Holz. Der Bogenflieder ist ein sehr wertvoller Liebhaberstrauch dank seiner späten Blüte im Juni (ca. 2-3 Wochen lang). Er braucht einen feuchten, etwas moorigen Boden und ist nur wenig kalkverträglich. Ein vollsonniger Standort ist wichtig für optimales Wachstum und Blüte. Verwendet wird der Bogenflieder als Einzel oder Gruppenstrauch in Garten und Parks. Wichtig ist die abgeblühten Blütenstände entfernen. Ein Verjüngungsschnitt ist empfehlenswert, schneiden Sie also ruhig bis ins alte, mehrjährige Holz nach der Blüte zurück.

 

Viburnum burkwoodii - Osterschneeball ( Caprifoliaceae)

 

Viburnum burkwoodii

Endlich – Frühling liegt in der Luft und der Garten erwacht zu neuem Leben. So mancher Schneeball (Viburnum) macht jetzt seinem Namen alle Ehre und schmückt sich mit weißen Blüten. Der Osterschneeball blüht zur Osterzeit und regelmäßig auch vom Herbst bis zum Dezember. Die Blüten sind im Erblühen rosa, später weiß und ballförmig und duften intensiv nach Fresien. Das Laub ist glänzend dunkelgrün und lackartig In milden Wintern ist der Osterschneeball immergrün, bei starkem Frost werden die Blätter jedoch abgeworfen. Der Osterschneeball wird 2,5 bis 3 Meter hoch und breit. Er liebt einen durchlässigen, leicht sauren Boden. Ihm sollte man einen halbschattigen, von der Wintersonne geschützten Standort zuweisen. Als immergrüne Art braucht er nicht geschnitten zu werden. Er ist auch anders als seine sommergrünen Arten nicht anfällig auf den Befall von Blattläusen und Blattkäfern.

 

Viburnum x. bodnantense „Dawn“ Schneeball (Caprifoliaceae)

 

 

Viburnum x. bodnantense „Dawn“

Herkunft: England

Eine Schneeballsorte die im Februar-März in rosa –weiß, stark duftenden Büscheln am mehrjährigen Holz blüht. Es kann sein, dass die Blüte in die letzten Wintermonate zurückversetzt wird. Der Strauch ist sommergrün, mit dunkelgrünen, lanzettlichen Blättern. Er wird ca. 3m hoch. Wächst streng aufrecht mit sparrig abstehenden Seitentrieben. Der Schneeball ist ein tief und flachwurzler, der feuchte, durchlässige, saure Böden liebt und kalkverträglich ist. Achtung auf Bodenverdichtungen, reagiert sehr empfindlich. Er gedeiht an sonnigen und an halbschattigen Plätzen. Die Pflanze wird sehr dicht, wenn sie öfters pinziert wird. Schnittverträglich gleich nach der Blüte. Verwendet wird der Schneeball für Einzelstellungen in Gärten und Parkanlagen.

Viburnum rhytidophyllum Immergrüner Schneeball (Caprifoliaceae)

 

 

Viburnum rhytidophyllum

Herkunft: Mittel -und Westchina

Viburnum rhytidophyllum wird bis zu 5m hoch, hat einen aufrechten Wuchs mit filzigen Flachwurzeln. Die Zweige sind dick, hellbraun, sternfilzig behaart. Er ist wintergrün und hat 8-25cm lange, oben glänzendgrüne, sehr runzelige Blätter die an der Unterseite grau, dichtfilzig behaart sind. Die 10-20cm weißen, breiten Trugdolden werden im Herbst vorgebildet, er blüht von Mai-Juni am mehrjährigen Holz (ca. 2-3 Wochen), die Blüten sind stark duftend. Aus der verblühten Blüte, bilden sich rote Beeren die dann schwarz werden und ungenießbar sind. Er steht am liebsten sonnig bis halbschattig und braucht einen sauren bis stark alkalischen, frischen, humosen Boden, verträgt auch Kalk. Ist für Stadtklima geeignet. Einzelstellung oder Strauchgruppen im Garten, Park usw. sind möglich. Mehrere Sträucher bringen besseren Fruchtansatz. Geschnitten wird der Wollige immergrüne Schneeball gleich nach der Blüte. Ein Schnitt bis ins alte Holz ist möglich.

 

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