Editorial Sommer 2022

Pflanzen sind grundsätzlich anpassungsfähig, vor Allem wenn ausreichend Zeit dafür vorhanden ist. Die derzeitige Klimaveränderung bewirkt zuerst Stress für die Vegetation und eine Verschiebung der Klimakältezonen sowie der Klimahitzezonen. Stellenweise werden wir kältere Klimaperioden erwarten und stellenweise wärmere. z.B. kann Rosmarien bald bis auf 800 m Seehöhe über den Winter gebracht werden, ebenso Feigen, echter Lorbeer, Skimmien oder Mühlenbeckia, … Es werden sich also die nördlichen oder alpinen mediterranen Gewächse langsam auch im Norden kultivieren lassen. Den Stress der Pflanzen können wir ein wenig mindern, indem wir das Wasser im Garten besser beobachten und managen, leichten Schatten durch zarte größere Pflanzen produzieren oder Ernährung noch gezielter begleiten. Stickstoff nur im Frühjahr mit ausreichender Feuchtigkeit, Kali im zweiten Halbjahr, Bodenlebewesen positiv beeinflussen durch Mulchen oder Flächen-Unterpflanzung. Es wird spannend werden, wenn gleich unser Menschenleben etwas zu kurz sein wird, um massive Änderungen zu erleben. Vielleicht auch gut so, denn die Vegetation wird in hundert Jahren nicht mehr so sein wie jetzt.

Das Grünland und Grünprofi Team und der Gartenberater wünschen Ihnen einen wunderbaren Sommer im Garten und wenn geplant, auch in Ihrem Urlaub.

Herzlichst ihr Richard Eiterer

Der Grünprofi. Das Grünland. Baumschule und Landschaftsgärtnerei. A-6511 Zams, Magdalenaweg 22. Fon +43 (0) 5442-64064. Fax 64064-6. eMail:info@gruenprofi.at

Gaertner Tirol | Gartenteich anlegen | Garten Ausstellung | Garten Hilfe | Garten Info